It kicks like a sleep twitch

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Hör doch mal auf damit, immer irgendjemand, irgendetwas sein zu wollen. Denn von Zeit zu Zeit manifestieren wir uns einfach im Nichts, im Nirgendwo, wir sind Niemand, so als wollten wir niemals wirklich irgendetwas sein.

Wenn ich neben dir auf dem Sofa sitze, meine Hand nach dir ausstrecke und deine Haut unter meinen Fingern spüre, dann bin ich ich vielleicht einfach nur in diesem Moment, und vielleicht wird dann alles, was um uns herum passiert, völlig bedeutungslos. Wenn ich einfach nur sitze und starre und das Denken sich selbst einstellt, wenn ich dir von weitem zusehe, wie du konzentriert Dinge tust, von denen ich keine Ahnung habe, dann existiere ich nur so eingeschränkt, und das ist dann in Ordnung so.

Immer dieses Streben nach Perfektion, nach Glück, nach Erfüllung, nach Sinn, das alles ermüdet mich, manchmal will ich auf der Stelle einschlafen, wenn ich das alles höre. Immer die Erwartungen der anderen. Warum nicht einfach den Augenblick wahrnehmen, diesen einen Moment, in dem die Katze sich an mich schmiegt, die Augen schließt und einschläft, ohne vorher um Essen zu betteln. Der Moment, in dem urplötzlich Regen aufzieht und sich lautstark gegen die Fensterscheibe wirft. Dieser Moment, in dem ich mich noch nicht einmal selbst denken hören kann, weil das Gewitter am Himmel lauter ist als das in meinem Kopf.

Warum nicht einfach mal nur sein. Nicht irgendjemand, nicht irgendetwas. Nur man selbst in diesem einen Moment. Warum nicht einfach ohne Ziel durch den Regen wandern, einfach mitten auf dem Weg stehenbleiben und die Arme ausstrecken und nach oben sehen, so dass es ein bisschen schmerzhaft in die Augen hineinregnet, und sich denken, dass irgendwie doch alles großartig ist, wenn man einfach nur die richtige Perspektive einnimmt. Warum nicht einfach dabei lachen, warum sich nicht einfach dabei lebendig fühlen. Warum ausgerechnet dabei? Weiß ich doch nicht. Wer will denn sowas wissen? Warum nicht einfach mal keine Antwort haben, einfach nur Luft holen, den Atem anhalten, ausatmen. Weitermachen.

Warum nicht einfach Pläne schmieden, realistische, unrealistische, fantastische. Zukunft, die so viele Gestalten annehmen kann, warum nicht jede von ihnen einzeln begutachten und in Betracht ziehen. So viele Pläne kommen da zusammen, ein Leben reicht dafür nicht. Warum nicht die Entscheidung auf morgen vertagen. Warum nicht einfach den Tag damit zubringen, nackt im Bett zu liegen, du und ich, im abgedunkelten Schlafzimmer, der Hitze entfliehend, und gegrillte Käsesandwiches zu essen.

Warum nicht warum nicht warum nicht. 

Was weiß ich, warum nicht. Es gibt keinen Grund, all das zu lassen. 

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