Große Mädchen weinen nicht. (Auszüge)

 

Das Schlimme ist: Was auch immer es ist, was man mit seinem Leben anstellen kann, ich will es mit dir tun. Du aber nicht mit mir, so spekuliere ich. Ich will mich zu dir hinüberbeugen und dich schütteln. Die Worte aus dir herausprügeln. Doch es passiert nichts. Ich bewege mich nicht. Du und ich, das sind zwei Punkte auf einer Landkarte, zwischen denen es keine direkte Verbindung gibt.

Das Schwierige ist: Dass ich mich immer in Beziehung zu anderen setze. In Beziehung zu dir. Ich bin eine abhängige Variable in einer Gleichung, die nicht aufgeht, und das Ergebnis ist gleich Null. Vielleicht brauche ich dir gar nicht so sehr, wie ich es immer zu tun vorgebe.

Ich kann nicht aufhören zu denken: Dass die Welt mich traurig macht, so wie sie ist. Und dass sie sich für mich nicht ändern wird. Erstmal sich selbst wieder einfangen, bevor man das für jemand anderen tun kann. Denn am Ende des Tages werden meine Fingernägel zerkaut und meine Lippen zerbissen sein. An dir und deiner Fassade werde ich mir die Zähne ausgebissen haben. Am Ende des Tage sehe ich entrückt dem Rest meines Lebens entgegen, wie auch immer er aussehen mag, und kann dabei nicht glauben, dass mir die Zeit durch die Hände gleitet und dass darin so wenig von Substanz ist.
Jeden Morgen soviel, wofür ich aufstehe. Jeden Abend so wenig, was davon übrig ist.
Große Mädchen weinen aber nicht.

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